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Verhaltensregeln auf den Alpweiden

Auf der Alm ist sie im Sommer zuhause – die Kuh. Gemütlich grasend steht Sie da, während die Kuhglocken sanft klingen. Die weiten Almweiden laden zum Wandern und Entdecken ein. Doch trotz der Bergidylle ist Vorsicht beim Queren der Alpflächen geboten. Die Kuh schützt Ihren Lebensraum und steht den Wanderern mit Skepsis gegenüber. 

Hinweise für Wanderer auf den Pfrontener Alpen* 

Damit ein unbeschwertes Miteinander in der Natur für Mensch und Tier bestehen bleibt, gilt es ein paar wichtige Punkte zu beachten. 

Checkliste für unbeschwerte Wanderungen durch Allgäuer Weidegebiet:

  • Wanderwege auf Weiden nicht verlassen
  • Hunde an der Leine führen - wenn ein Angriff abzusehen ist, Hunde sofort ableinen
  • Ruhig und unauffällig in einer Distanz von 20-50 m vorbeigehen
  • Augenkontakt und Berührungen mit den Tieren vermeiden
  • Die Tiere nicht erschrecken
  • Warnsignale erkennen: Senken des Kopfes, scharren, brüllen, schnauben
  • Bei Herannahen der Tiere: Ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren, Weide langsam verlassen
  • Im Notfall: Gezielter Schlag auf die Nase des Rindes

Einen Ratgeber des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten (Allgäu) für das richtige Verhalten bei Begegnungen mit Weidetieren finden Sie hier (Quelle: www.stmelf.bayern.de). 

*Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Alm und Alp? Häufig werden Berghütten als Almen bezeichnet. Im Allgäu (im alemannischen Sprachraum) werden die Hütten und Weideflächen ringsum Alpen genannt. Alpen sind jedoch keine gewöhnlichen Berghütten. Diese Alphütten sind nur über 100 Tage des Alpsommers geöffnet (Anfang Juni bis Mitte September). Früher gab es viel mehr Alpen. Heutzutage wohnen und arbeiten nur noch wenige Alphirten den Alpsommer hindurch in den Bergen. In dieser Zeit kümmern sie sich um die frei umherlaufenden "Schumpen" (zum Viehscheid Lexikon) - so nennen die Allgäuer das junge Braunvieh. Ab Mitte September kehren die Schumpen dann wohl genährt und gesund in die Ställe der Bauern zurück. Bis dahin hat das Jungvieh ausgiebig Gelegenheit sich an den artenreichen Gräsern der Alpweiden satt zu fressen. Das Ende des Alpsommers wird im Rahmen der großen Pfrontener Viehscheid angemessen gefeiert.