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Naturschatz ∞ Naturschutz

Weite Teile des Allgäus und insbesondere das Pfrontener Tal und die umliegende Bergwelt stellen einen wahren Naturschatz dar. Diesen Naturschatz sollten nicht als selbstverständlich betrachten und uns bewusst machen, dass wir als Wanderer, Mountainbiker, Skitourengeher oder Schneeschuhwanderer lediglich Gäste in der Natur sind. 

Bei unseren Unternehmungen an den einzigartigen Flüssen, Seen und Bergen bewegen wir uns häufig in Lebensräumen seltener und teils sogar gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Der relativ unberührte Raum in den Bergen stellt einen wichtigen, häufig den letzten Rückzugsort für Tiere wie Auer- und Birkhühner dar. Und genau dieser Rückzugsort wird in jüngster Zeit auch von uns Menschen immer stärker genutzt.

Dass wir in großer Zahl mit Begeisterung Berge besteigen oder auf Fahrrädern oder gar E-Bikes umherziehen, ist eine Erscheinung unserer modernen Zeit, mit der wir auch die letzten, bisher weitgehend unberührten Gebiete für uns Menschen beanspruchen.

Bewahren, was wir lieben!

Damit wir uns auch morgen und übermorgen noch an diesem Naturschatz erfreuen können, ist es jedoch wichtig, die Natur nicht über Gebühr zu beanspruchen und der Flora und Fauna mit Wertschätzung und Respekt zu begegnen. Nur so können wir gemeinsam das bewahren, was uns so sehr am Herzen liegt.

Selbstverpflichtung Pfronten Tourismus: Bewahren, was wir lieben!

Um unserer Verantwortung gerecht zu werden, haben wir uns bei Pfronten Tourismus dazu verpflichtet, bei der Gestaltung von buchbaren Outdoorangeboten die folgenden Richtlinien einzuhalten:

  • Wir respektieren andere Naturnutzer (Mensch & Tier).
  • Wir bewegen uns auf offiziellen Wegen!
  • Wir nehmen Rücksicht auf Tiere und Pflanzen: wir meiden Schongebiete* und Dämmerungsstunden
  • Wir respektieren in den Sommermonaten das Alpvieh auf  den Weiden.
  • Wir hinterlassen keinen Müll.
  • Wir sind sicher unterwegs dank guter Planung und qualifiziertem Guide.

Wir orientieren uns bei den Vorgaben an den Empfehlungen des DAV und sind in kontinuierlichem Austausch mit dem zuständigen Gebietsbetreuer des Ostallgäuer Alpenrands.

*In gutem Kartenmaterial oder z.B. auch in der Pfronten Outdoor App und in einigen online Portalen (z.B. outdooractive) wird auf gesondert geschützte Gebiete hingewiesen. Im Gelände sind die Schon- und Schutzgebiete durch Tafeln gekennzeichnet.


Kleiner Beitrag mit großer Wirkung: Was können wir alle dazu beizutragen, diesen Naturschatz zu bewahren?

Wenn wir alle einige wenige Verhaltensrichtlinien bei Wanderungen und Biketouren beachten, können schon kleine Änderungen Großes bewirken:

Bleibt auf den Wegen.

Wer abseits der Wander- und Radwege unterwegs ist, schadet der Vegetation und stört Wildtiere in ihren Rückzugsgebieten. Insbesondere im Winter sowie in Brut- und Aufzuchtszeiten bedeuten Störungen für die sensiblen Tiere enormen Stress, der zum Tod der Tiere führen kann.

Meidet Dämmerungs- und Nachtstunden.

Unsere heimische Tierwelt hat sich vielfach an die Anwesenheit der Menschen angepasst. In ihren Tagesverstecken warten sie auf die Dämmerungs- und Nachtstunden um ungestört Nahrung aufnehmen zu können. Menschliche Aktivitäten zu diesen Zeiten wirken sich daher besonders negativ auf unsere Wildtiere aus.

Hinterlasst keinen Müll.

Menschliche Hinterlassenschaften verbleiben in der Natur teils Jahrhunderte (z.B. Abbauzeit einer Alu-Dose 400 Jahre, Plastikflasche 500 Jahre). Unser Tipp: Wer aktiv einen Beitrag zu einem müllfreien Allgäu leisten möchte, kann sich an dem jährlichen CleanUp Day beteiligen. Weitere Informationen unter plasticfreepeaks.com.

Pflückt keine Pflanzen.

Blumen und Wildkräuter auf den Bergwiesen sind Teil eines komplexen Ökosystems. Insekten, wie Schmetterlinge und Wildbienen sind häufig auf ganz bestimmte Pflanzen als Nahrungsquelle oder zur Aufzucht des »Nachwuchses« angewiesen. Bitte lasst die Pflanzen wachsen. So können sich auch andere an der Blütenpracht erfreuen.

Hunde anleinen und den Kot mitnehmen.

Die natürlichen Instinkte eures Hundes können für Wildtiere tödlich enden. Freilaufende Hunde gefährden Wiesenbrüter aber auch Jungtiere wie Rehkitze in Feldern und Wiesen. Auf stark frequentierten Wegen sind auch andere Naturgenießer dankbar, wenn der Vierbeiner angeleint ist. Noch ein Hinweis: Die Wiesen im Tal dienen den Landwirten zur Futtermittelgewinnung. Bitte haltet auch diese Wiesen frei von Hundekot. Der Kot im Futter ist für Kühe eine echte Gefahr!

Schutzgebiete respektieren

In gutem Kartenmaterial, teils in der Landschaft durch Hinweisschilder oder z.B. auch in der Pfronten Outdoor App (in der Karte » Karten & Kartenebene » "Hinweise & Sperrungen) oder in einigen online Portalen (z.B. outdooractive) wird auf gesondert geschützte Gebiete hingewiesen. Bitte achtet darauf, die für die jeweiligen Schutzstufe geltenden Regeln zu beachten. Insbesondere im Winter ist es wichtig zu respektieren, dass die Tiere in den Gebieten besonderen Schutz benötigen und nicht durch Freizeitaktivitäten wie Winterwandern, Skitouren- und Schneeschuhtouren gestört werden sollten. Durch die Störungen der Winterruhe verbrauchen die Tiere sehr viel Energie, welche ihnen am Ende der Wintermonate fehlt und letztendlich den Tod der Tiere bedeuten kann.

Wenn der Mensch nachhilft: Erhalt der Bergwiesen

Pfronten ist bekannt für seine Bergwiesen. Sie sind nicht nur wunderschön anzuschauen, sie verfügen auch über einen enormen Artenreichtum. Derartige Flächen sind in Deutschland selten und durch intensive Landwirtschaft und die Versiegelung von Flächen zunehmend bedroht. 

Warum sind die Pfrontener Bergwiesen so besonders?

Im Gegensatz zu intensiv genutzten landwirtschaftlichen Wiesen verfügen die Bergwiesen über nährstoffarme Böden, die in Kombination mit der besonderen Lage einer beeindruckenden Vielfalt an Pflanzen und Tieren eine Heimat bieten.

Was gedeiht und lebt auf einer Bergwiese?

Bergwiesen sind ein »Hotspot« der Artenvielfalt. Zahlreiche Pflanzenarten bieten ein Zuhause für eine Fülle an Schmetterlingen, Wildbienen oder auch Käfern. Wo es von Insekten nur so wimmelt, fühlen sich auch seltene Vogelarten wohl. Die offenen Flächen sind Lebensraum für teils vom Aussterben bedrohte Arten. Z.B. ist das Birkhuhn auf die offenen Flächen am Übergang vom Wald zur Wiese angewiesen.

Warum ist es so schwierig, diesen Lebensraum zu erhalten?

Kann die Natur nicht einfach sich selbst überlassen werden? Ohne das Zutun des Menschen würden die Bergwiesen innerhalb kurzer Zeit verschwinden. Aus den Wiesen würde nach wenigen Jahren Wald werden. Die Bergwiesen müssen auch heute noch teils in mühevoller Handarbeit gemäht werden. Gelagert wird das Heu seit jeher in den Bergwiesenstadeln, die es rund um Pfronten zu entdecken gibt. Auch die Alpwirtschaft und das Vieh auf den Alpweiden leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der offenen Flächen.

Pfrontens Botschafterin für den Naturschutz: die Bergwiesenkönigin

Die Bergwiesenkönigin ist eine Repräsentationsfigur der Gemeinde Pfronten. Sie vertritt als ehrenamtliche Botschafterin für Nachhaltigkeit und Biodiversität den Ort in der Öffentlichkeit bei auswärtigen Veranstaltungen sowie bei Terminen vor Ort. Weitere Informationen zu Bergwiesenkönigin findet ihr hier.

Freie Fahrt mit Bus und Bahn - umweltschonen und bequem unterwegs

Umweltschonend und für Urlauber in Pfronten mit der elektronischen PfrontenCard oder KönigsCard gratis: Bus und Bahn fahren in Pfronten und der Region.

Über das Streckennetz von "allgäumobil" seid ihr im Urlaub kostenlos unterwegs zu den schönsten Bergen, Seen und Schlössern und vielen weiteren Ausflugszielen!