Kühe bei der Viehscheid in Pfronten im Allgäu Viehscheid_Almabtrieb_Pfronten_Allgaeu_14.jpg
Deine Unterkunft in Pfronten finden

Pfrontener Viehscheid-Lexikon

Was bedeutet denn...

  • Alp* (= Alpe): Bergweiden inklusive der Unterkunft für Hirten und Vieh. Sie sind meist nur während der Sommermonate bewirtschaftet (außerhalb des Allgäus werden Alpen häufig auch als Almen bezeichnet) » hier findet ihr Empfehlungen zu Verhaltensregelns auf der Alpe
  • Alpmeischter (= Alpmeister): Er ist für die Verwaltung des gemeinschaftlichen Alpbesitzes zuständig.
  • Galtalpe: Alpe, auf der nur Galtvieh (siehe unten) gehalten wird.
  • Galtvieh (= Jungvieh): Vieh, das (noch) keine Milch gibt.
  • Glocka (= Glocken): Ist meist kleiner als die Schelle, klingt heller und wird aus einem Stück gegossen. Die Schelle ist für Jungtiere, die Glocke hingegen für Milchkühe.
  • Hirtebua (= Kleinhirt): Helfer des Hirten - sehr oft Schüler während der Sommerferien.
  • Kranzrind: Festlich geschmücktes Rind, das die Herde beim Alpabtrieb anführt. In der Regel schmückt der Hirte ein ganz besonderes oder das schönste Tier seiner Herde mit der Krone, wenn während des Sommers kein Unfall auf seiner Alpe passiert ist.
  • Kuah (= Kuh): Weibliches Rind, das mindestens einmal gekalbt und somit Milch produziert hat.
  • Kuahalpe (=Kuhalpe): Alpe, auf der Kühe gehalten werden, deren Milch zur Verarbeitung ins Tal transportiert werden.
  • Schellen: Große, aus Schwarzblech gefertigte Kuhglocken, die speziell für den Viehscheid angelegt werden.
  • Schumpen: Weibliches Jungvieh.
  • Sennalpe: Alpe, auf der Kühe gehalten werden, deren Milch vor Ort zu Käse und Milch verarbeitet wird.
  • Viehscheid: Rückgabe der einzelnen Tiere aus den Herden, die den Sommer auf der Alpe verbrachten, an ihre Besitzer.

*Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Alm und Alp?

Häufig werden Berghütten als Almen bezeichnet. Im Allgäu (im alemannischen Sprachraum) werden die Hütten und Weideflächen ringsum Alpen genannt. Alpen sind jedoch keine gewöhnlichen Berghütten. Diese Alphütten sind nur über 100 Tage des Alpsommers geöffnet (Anfang Juni bis Mitte September). Früher gab es viel mehr Alpen. Heutzutage wohnen und arbeiten nur noch wenige Alphirten den Alpsommer hindurch in den Bergen. In dieser Zeit kümmern sie sich um die frei umherlaufenden "Schumpen" - so nennen die Allgäuer das junge Braunvieh. Ab Mitte September kehren die Schumpen dann wohl genährt und gesund in die Ställe der Bauern zurück. Bis dahin hat das Jungvieh ausgiebig Gelegenheit sich an den artenreichen Gräsern der Alpweiden satt zu fressen. Das Ende des Alpsommers wird im Rahmen der großen Pfrontener Viehscheid angemessen gefeiert.