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Winter in Pfronten: Wandern in der Wintersonne

Am liebsten hören wir das Knirschen des Schnees unter unseren Schuhen, aber in Pfronten kann man auch im Winter perfekt wandern, wenn es wenig Schnee gibt.

Pfronten Natur Wandern Winter

Ach, wie schön ist es doch, im Winter draußen zu sein. Rote Wangen von der frischen Luft, die Ruhe der Natur genießen und sich anschließend mit einem heißen Kakao aufwärmen. Am liebsten hören wir das Knirschen des Schnees unter unseren Schuhen, aber in Pfronten kann man auch im Winter perfekt wandern, wenn es weniger oder gar keinen Schnee gibt.

Auch im Winter auf drei Höhenlagen in Pfronten wandern

Was macht Pfronten zu einem perfekten Ausgangspunkt für Wanderungen? In und um Pfronten kann man in drei Höhenlagen wandern: im Tal, auf "halber" Höhe auf den niedrigeren Bergen der Voralpen und auf den Gipfeln der Allgäuer Alpen. Dies ist auch im Winter möglich, egal ob Schnee liegt oder nicht. Aber eins ist sicher: Im Winter zieht es uns in die Sonne. In diesem Blogbeitrag gibt es Tipps für sonnige Winterwanderungen (auch mit wenig Schnee) in drei verschiedenen Höhenlagen in und um Pfronten.

Wandern entlang der Seen in Pfronten: Weissensee und Alatsee

In den warmen Monaten bietet es sich natürlich an, den einen oder anderen See rundum Pfronten aufzusuchen. Und im Winter? Ebenso! Gut, baden ist jetzt nur noch etwas für die ganz Mutigen, aber ein Spaziergang an der Uferpromenade macht auch im Winter Spaß.

Weissensee oder Alatsee? Ich kann mich nicht entscheiden. Das ist auch nicht nötig, denn man kann diese Seen gut mit einer Wandertour verbinden. Ich starte am Weissensee (Wanderung: rund um den Weißensee) und spaziere bei herrlichem Wintersonnenschein an seinem West- und Nordufer entlang. Dann beginne ich den Aufstieg zum Alatsee. Dies ist einer meiner Lieblingsseen in der Umgebung von Pfronten. Eingebettet zwischen den Höhenzügen des Saloberkamms und umgeben von Wald, ist er geheimnisvoll und idyllisch zugleich. Menschenmassen habe ich hier selten erlebt, aber heute übertrifft alles: Ich habe den Wanderweg um den Alatsee fast für mich allein. Dann steige ich wieder zum Weissensee ab und gehe am Südufer entlang zurück zum Ausgangspunkt. Im Wald entdecke ich noch einen Vorteil des Winterwanderns: Weil die Bäume kein Laub mehr haben, hat man einen viel besseren Blick auf den Weissensee!

Wanderung zu den Burgruinen in Eisenberg

Der Himmel färbt sich bereits ein wenig rosa, als ich zur Burgruine Eisenberg hinaufsteige. Ausgerüstet mit einer Thermosflasche Kaffee und dick eingepackt mit Wintermantel, Mütze und Handschuhen bin ich heute früh zu meiner Wanderung aufgebrochen. Nun ja, früh... Im Winter hat man den Vorteil, dass man nicht ultrafrüh aufstehen muss, um beim Wandern einen schönen Sonnenaufgang zu erleben. Eine knappe halbe Stunde später erreiche ich die Ruine, kurz bevor die Sonne über dem Säuling erscheint und das hügelige Voralpenland in ein goldenes Licht hüllt. Die Miniaturbäume und -häuser werfen im Tal lange Schatten in die gefrorene Landschaft. Bald kann ich die dicke Winterkleidung ausziehen, und das nicht nur, weil mich der heiße Kaffee von innen wärmt. Da ist die Wintersonne!

Bevor ich meine Wanderung fortsetze, schlendere ich durch die Burgruine Eisenberg und die Burgruine Hohenfreyberg, die auch "Zwillingsruinen" genannt werden. Sie wurden beide in turbulenten Zeiten errichtet.  Die Burgruine Eisenberg wurde im 14. Jahrhundert erbaut, als Tirol das Geschlecht Hohenegger aus dem Oberallgäu die Burg Loch gewaltsam abnahm und die Adelsfamilie eine neue Herrschaft gründete. Die benachbarte Burg Hohenfreyberg wurde etwa ein Jahrhundert später von Friedrich von Freyberg erbaut, der die andere Burg seines Vaters erben konnte, sie aber nicht wollte. Friedrich wollte dem glorreichen Rittertum der Stauferzeit Ehre erweisen und baute seine Burg auf dem Hügel daneben im hochmittelalterlichen Stil.

Von den Burgruinen aus gibt es mehrere Wandermöglichkeiten. Ich wandere zur Schloßbergalm und danach zurück nach Pfronten. Das ist die Wanderroute »Drachenblick«, benannt nach der fantastischen Aussicht auf die Berge Falkenstein und Kienberg, die wie Drachen vor dem Tor zu den Allgäuer Alpen liegen. Alternativ kann man auf der Route »Eisenberg-Runde Natur Pur«  zum Kögelweiher wandern.

Die Sonnenseite von Pfronten: Winterwanderung auf dem Breitenberg

Die besten Chancen, ein Winterwunderland zu erleben, hat man, wenn man sich in die alpinen Höhenlagen begibt. Ob mit viel oder wenig Schnee, eine Winterwanderung auf dem Breitenberg in Pfronten ist immer eine gute Idee. Mit der Breitenbergbahn verlasse ich das Tal in kürzester Zeit. Fünfzehn Minuten später habe ich den Winter und die Wintersonne in Pfronten gefunden. Ich mache eine kurze Winterwanderung zur Ostlerhütte: Von der Bergstation geht man etwa eine Stunde. Trotz kurzer Strecke kann ich nicht widerstehen, auf einer Bank mit Blick auf den angezuckerten Aggenstein eine Pause einzulegen.

Dann gehe ich das letzte Stück zum höchsten Punkt: dem Gipfel des Breitenbergs auf 1838 Metern. Der 360°-Blick auf die Allgäuer Alpen, die Tannheimer Berge und das Alpenvorland ist beeindruckend, zumal die höchsten Gipfel mit Schnee bedeckt sind. Nur wenige Meter vom Gipfelkreuz entfernt befindet sich die Ostlerhütte. "Hütte mit Herz" wird diese Berghütte auch genannt. Und wer aus der eisigen Kälte durch die Tür in die warme Stube kommt, versteht genau warum. "Was willst du trinken?" ist das erste, was ich höre. Und dann: "Such dir ein schönes Plätzchen". Ich hocke mich auf die Bank mit Blick auf den Aggenstein und genieße meinen Himbeerkuchen, der liebevoll mit Rosenblättern dekoriert ist, und heiße Schokolade. Ich könnte hier stundenlang sitzen und ich nehme mir fest vor, auch mal eine Nacht auf der Hütte zu verbringen. Aber heute werde ich wieder ins Tal fahren. "Komm gut runter!", wünscht mir einer der Mitarbeiter, als ich den Reißverschluss schließe und zurück in den Winter trete.

Winter in Pfronten: Warmer Ausklang des Wandertages

Hast du das Wandern in der Wintersonne in Pfronten genossen? Mit diesen Tipps lässt du deinen Tag gemütlich ausklingen:

  1. Im Alpenbad Pfronten lässt sich der Körper aufwärmen und entspannen. Zum Schwimmbad gehört auch eine Sauna (Stand Januar 23: wegen Energiekrise geschlossen – bitte Öffnungszeiten auf www.alpenbad-pfronten.de checken).
  2. Sich von innen aufwärmen, zum Beispiel mit Allgäuer Kässpatzn? Nach der Winterwanderung kannst du dich in der vielfältigen Gastronomie in Pfronten stärken.
  3. Tropisch warm ist es in der Schmetterling Erlebniswelt in Pfronten, wo man viele verschiedene Schmetterlingsarte bestaunen kann.
  4. Zugegeben, hier muss man selbst etwas tun, um sich aufzuwärmen. Aber wenn der Winter auf sich warten lässt, kommt beim Schlittschuhlaufen im Eisstadion Pfronten automatisch Winterstimmung auf.

Text und Bilder: Janna Kamphof

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