Mitteilung zur Schließung des Alpenbads

Liebe Freunde des Schwimmsports, liebe Gäste des Alpenbad Pfronten,

der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 29.06.2023 beschlossen, dass der Betrieb des Alpenbades mit Ende der Freibadsaison zum 18.09.2023 eingestellt wird. In Erwägung vorliegender Gutachten, Inaugenscheinnahmen, Beobachtungen aus Begehungen und der aktuellen Entwicklungen in der Gebäudesubstanz, insbesondere der Statik im Hallenbadbereich, ist festzustellen, dass der Zustand des Bades trotz permanenter Anstrengungen zur Instandhaltung zwischenzeitlich sehr schlecht ist. Ein kurz- und mittelfristiger verkehrssicherer Betrieb der Anlage ist nur noch mittels umfangreicher, aufwendiger und kostspieliger Sanierungsmaßnahmen zu gewährleisten, welche im Rahmen der jährlichen Revisionsarbeiten und ohne spezialisierte Fachfirmen nicht zu leisten sind. Ein mehrmonatiger Sanierungszeitraum wäre anzusetzen gewesen. Die Grundprobleme bzgl. der Zukunftsfähigkeit des Bades, wie Energiekosten, Barrierefreiheit, etc. wären dabei nicht gelöst. Die Gemeinde Pfronten ist sich dabei bewusst, dass die Entscheidung Konsequenzen für das touristische, gemeinnützige und private Angebot hat und bittet dennoch um Verständnis.

Ergebnis des Bürgerentscheides über die Zukunft des Alpenbades am Sonntag, 09.06.2024

Der Abstimmungsausschuss hat in seiner Sitzung am 12.06.2024 das amtliche Ergebnis der Abstimmung festgestellt. Die Pfrontener Bürger haben sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass die Gemeinde Pfronten das Alpenbad abreißt und ein neues Bad in Pfronten errichtet wird. Die Ergebnisse können Sie hier im Detail einsehen.

Den Blick in die Zukunft gerichtet, fließen nun unsere Bemühungen nicht mehr in den Erhalt des maroden Bads. Wir intensivieren jetzt unsere Anstrengungen, um eine zukunftsfähige Lösung für ein Schwimmbad in Pfronten weiter auszuarbeiten und umzusetzen. Zu den nächsten Schritten werden wir fortlaufend informieren.


Detaillierte weiterführende Informationen & verschiedene Studien finden Sie hier:


Machbarkeitsstudie zu einem neuen Bad in Pfronten (Stand Mai 2024)

Dr. Batz von der Firma Con.Pro GmbH Kommunalberatung hat eine Machbarkeitsstudie zu einem neuen Bad in Pfronten erstellt und diese in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates (21.03.2024) und einer Informationsveranstaltung im Pfarrheim (07.05.24) vorgestellt. Die Präsentation können Sie hier herunterladen:


"Alpenbad hat keine Zukunft mehr"

Ein Artikel aus dem »Pfronten Mosaik«, Nr. 85 – 03/2023

Die Entscheidung fiel weder dem Bürgermeister noch dem Gemeinderat leicht: Das Alpenbad muss zum Ende der laufenden Freibadsaison am 19. September schließen. Vor der Abstimmung hatten mehrere Redner betont, dass es keine Alternative mehr zur Schließung gab. Doch Pfronten soll nicht ohne Schwimmbad sein. Und so beschloss der Gemeinderat, die Anstrengungen für den Bau eines neuen Bades zu intensivieren.

Wer in diesem Sommer im Alpenbad nach Abkühlung sucht, wird schnell feststellen, dass der Zahn der Zeit an Technik und Gemäuer nagt. So ist zum Beispiel das große Schwimmerbecken geschlossen: „Wir hatten hier einen riesigen Wasseraustritt“, erklärt Bürgermeister Alfons Haf. Dies konnte vor der Sommersaison nicht mehr behoben werden. Insgesamt befindet sich das Alpenbad in einem desolaten Zustand, erklärt Philipp Hechenberger, Verantwortlicher für die Freizeiteinrichtungen der Gemeinde. Die Verkehrssichertheit wäre nur durch umfangreiche, langwierige und dazu sehr kostspielige Sanierungsmaßnahmen zu gewährleisten.

„Diese Entscheidung war für uns kein leichter Schritt“, sagt Bürgermeister Alfons Haf. Doch die Gefahr, die durch einen nach dem September weitergeführten Betrieb ausgegangen wäre, konnte der Bürgermeister nicht mehr verantworten. Und die Schließung kommt nicht von heute auf morgen, denn die Versäumnisse der vergangenen Jahre - schon vor seiner Amtszeit - sind bekannt.

 


Situationsanalyse des Bestandsgebäudes

Die bauliche Begutachtung des Bestandsgebäudes (Gutachten Constrata 2022, ergänzt durch Aufnahmen von 2024) zeigt erhebliche feuchtigkeitsbedingte Schäden im Untergeschoss und in den technischen Bereichen des Alpenbads: Undichte Becken und Verrohrungen führen zu dauerhaftem Wasseraustritt, der sich mittlerweile in Form einer sichtbaren Versinterung zeigt, vergleichbar mit einer „Tropfsteinhöhle". 

Foto: Markus Röck 

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