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Naturschatz Bergwiese

Pfronten ist bekannt für seine Bergwiesen. Sie sind nicht nur wunderschön anzuschauen, sie verfügen auch über einen enormen Artenreichtum. Derartige Flächen sind in Deutschland selten und durch intensive Landwirtschaft und die Versiegelung von Flächen zunehmend bedroht. 

Warum sind die Pfrontener Bergwiesen so besonders?

Im Gegensatz zu intensiv genutzten landwirtschaftlichen Wiesen verfügen die Bergwiesen über nährstoffarme Böden, die in Kombination mit der besonderen Lage einer beeindruckenden Vielfalt an Pflanzen und Tieren eine Heimat bieten.

Was gedeiht und lebt auf einer Bergwiese?

Bergwiesen sind ein »Hotspot« der Artenvielfalt. Zahlreiche Pflanzenarten bieten ein Zuhause für eine Fülle an Schmetterlingen, Wildbienen oder auch Käfern. Wo es von Insekten nur so wimmelt, fühlen sich auch seltene Vogelarten wohl. Die offenen Flächen sind Lebensraum für teils vom Aussterben bedrohte Arten. Z.B. ist das Birkhuhn auf die offenen Flächen am Übergang vom Wald zur Wiese angewiesen.

Warum ist es so schwierig, diesen Lebensraum zu erhalten?

Kann die Natur nicht einfach sich selbst überlassen werden? Ohne das Zutun des Menschen würden die Bergwiesen innerhalb kurzer Zeit verschwinden. Aus den Wiesen würde nach wenigen Jahren Wald werden. Die Bergwiesen müssen auch heute noch teils in mühevoller Handarbeit gemäht werden. Gelagert wird das Heu seit jeher in den Bergwiesenstadeln, die es rund um Pfronten zu entdecken gibt. Auch die Alpwirtschaft und das Vieh auf den Alpweiden leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der offenen Flächen.

Was können wir dazu beizutragen, diesen Naturschatz zu bewahren?

Bleibt auf den Wegen.

Wer abseits der Wander- und Radwege unterwegs ist, schadet der Vegetation und stört Wildtiere in ihren Rückzugsgebieten. Insbesondere im Winter bedeuten Störungen für die sensiblen Tiere enormen Stress, der nicht selten zum Tod führt.

Hinterlasst keinen Müll.

Menschliche Hinterlassenschaften verbleiben in der Natur teils Jahrhunderte (z.B. Abbauzeit einer Alu-Dose 400 Jahre, Plastikflasche 500 Jahre). Unser Tipp: Wer aktiv einen Beitrag zu einem müllfreien Allgäu leisten möchte, kann sich an dem jährlichen CleanUp Day beteiligen. Weitere Informationen unter plasticfreepeaks.com.

Pflückt keine Pflanzen.

Blumen und Wildkräuter auf den Bergwiesen sind Teil eines komplexen Ökosystems. Insekten, wie Schmetterlinge und Wildbienen sind häufig auf ganz bestimmte Pflanzen als Nahrungsquelle oder zur Aufzucht des »Nachwuchses« angewiesen. Bitte lasst die Pflanzen wachsen. So können sich auch andere an der Blütenpracht erfreuen.

Hunde anleinen und den Kot mitnehmen.

Die natürlichen Instinkte eures Hundes können für Wildtiere tödlich enden. Freilaufende Hunde gefährden Wiesenbrüter aber auch Rehkitze in Feldern und Wiesen. Auf stark frequentierten Wegen sind auch andere Naturgenießer dankbar, wenn der Vierbeiner angeleint ist. Noch ein Hinweis: Die Wiesen im Tal dienen den Landwirten zur Futtermittelgewinnung. Bitte haltet auch diese Wiesen frei von Hundekot. Der Kot im Futter ist für Kühe eine echte Gefahr!


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