Aussichtsplattform in der Burgruine Falkenstein 08_Falkenstein_Panorama_Pfronten_Allgaeu_6724.jpg
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Königstraum

Wanderung

Diese traumhafte Wanderung zur Burgruine Falkenstein bietet Orte voller Kraft und einmalige Ausblicke. Die Ganztagestour führt nach dem Aufstieg zum Falkenstein über einen Grat, den Rücken des »Wächterdrachen«, bis zum Vierseenblick am Salober und über Vils zurück nach Pfronten.

Beste Jahreszeit
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Kondition
4 von 6
Schwierigkeit
2 von 6
Technik
3 von 6
Erlebnis
6 von 6
Landschaft
6 von 6
aussichtsreich geologische Highlights Gipfel-Tour Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch
Startpunkt der Tour:

Haus des Gastes, Vilstalstr. 2, 87459 Pfronten-Ried

Zielpunkt der Tour:

Haus des Gastes, Vilstalstr. 2, 87459 Pfronten-Ried

Der Rundwanderweg rund um den Falkenstein führt im ersten Schritt zur Burgruine Falkenstein, zu dem Ort, wo König Ludwig sein letztes Schloss errichten wollte. Nicht umsonst heißt diese Route "Königtraum". Der Weg führt weiter über den Zirmgrat, der wie der Rücken eines Wächterdrachens über den Bergrücken verläuft und Österreich und Deutschland voneinander trennt. Mit Österreich auf der rechten und dem Allgäuer Voralpenland auf der linken Seite eröffnen sich unterwegs beeindruckende Blicke auf die umliegenden Täler. Am Vierseenblick eröffnet sich die Weite des Allgäuer Seenlands, bevor der Abstieg über die Saloberalm und den Altasee nach Vils folgt. Zu Fuß geht es, den Falkenstein stets im Blick, wieder zurück nach Vils.

 

So kam der "Königstraum" zu seinem Namen:

"Seit Jahrhunderten liege ich hier oben. Ich bin nur ein schlichtes, graues Stück Fels und doch bin ich so viel mehr. Geboren wurde ich im Schoß der Berge, die Menschen bargen und formten mich und machten mich zum Teil einer Burg, einem Stein in der Krone des schlafenden Drachen. So wurde ich vor mehr als 700 Jahren zu einer Drohgebärde Tirols. Ich fühlte mich stark und mächtig, nichts konnte mich erschüttern, kein noch so starker Feind erobern, von den Menschen im Tal wurde ich ehrfürchtig bewundert. Die Burg war jedoch nichts weiter als eine Angeberei eines Grafen, ein Bauwerk an unwirtlicher Stelle ohne strategischen Nutzen, das schließlich von den eigenen Leuten verlassen und zerstört wurde. Doch auch wenn die Mauern zerfielen, ich und meinesgleichen verloren nichts von unserer Stärke.

Eines Tages kam ein König, der die Kraft spüren konnte. Er war ein Träumer, erbaute seine Schlösser nicht als Zeichen der Macht sondern als Fluchtorte vor der Realität. Seine märchenhaften Schlösser, die ihr wohl kennt, machten seinen Namen unsterblich – Ludwig II. Und eben dieser König erkannte in der Ruine, in der ich ruhe, die Umrisse eines neuen Schlosses, mächtiger und prächtiger als alles, was er zuvor gebaut hatte.

Nun wundert ihr euch vielleicht, warum ich immer noch hier bin, und nicht dieser Traum von einem Schloss an meiner statt hier steht? Nun, das Schicksal wollte es, dass der König starb, bevor es soweit kommen konnte. Sein Traum ist gescheitert und doch ist er ein Teil von mir geworden."

Tipp des Autors Unbedingt die Aussichtsplattform innerhalb der Burgruine Falkenstein besuchen. Die Ruine ist die höchstgelegene Burganlage Deutschlands. Graf Meinhard II. von Tirol ließ sie um 1270/80 als reine Drohgebärde gegenüber den bayerischen Herzögen erbauen. 1646 wurde die Burg aus Angst vor den Schweden von den Tirolern niedergebrannt. 1883 schließlich erwarb König Ludwig II. von Bayern die Ruine, um an ihrer Stelle seine Vision von einer Raubritterburg zu errichten. Ein kleines Burgenmuseum unterhalb der Ruine bietet neben Modellen und Exponaten zur wechselvollen Geschichte der Burg auch einen unvergleichlichen Ausblick.

Vom Haus des Gastes geht es zunächst über den Ortsteil Meilingen Richtung Falkenstein. Der Weg führt über Weideflächen, dann durch den Bergwald immer weiter ansteigend bis zur Schlossanger Alp. Weiter bergauf geht es an der Mariengrotte und dem Burghotel Falkenstein vorbei – hier lohnt sich eine Einkehr und auch der Besuch des Burgenmuseums – hinauf zur Ruine der Burg Falkenstein. Die im Sommer frei zugängliche Aussichtsplattform bietet ein traumhaftes Panorama: Vom weiten Voralpenland über die Ammergauer Berge und das Karwendel mit der Zugspitze, die Lechtaler und Tannheimer Gipfel bis zum Allgäuer Hauptkamm. Im Süden erhebt sich das Hochplateau des Breitenbergs vor den schroffen Gipfeln des Aggensteins. Der Weg folgt nun dem Zirmgrat, dem »Drachenrücken«, führt über den Kamm des langgezogenen Berges und findet seinen Höhepunkt im Vierseenblick, das Schloss Neuschwanstein zu Füßen. Beim Abstieg lädt die Salober Alm zur Einkehr ein, danach führt der Weg an der Ruine Vilsegg vorbei in die Stadtgemeinde Vils. Von hier nimmt man den ebenen Weg an der Vils entlang oder fährt mit der Außerfernbahn zurück nach Pfronten.

 

Weitereführende Informationen sind auf der Ortshomepage von Pfronten zu finden: www.pfronten.de/aktiv/wandern-berg-tal

Anfahrt über die B309

Parkplatz beim Bahnhof Pfronten-Ried

Bahnlinie: Außerfernbahn Bahnhof Pfronten-Ried, Bahnhof Vils
Bus ÖPNV Haltestelle Pfr-Ried

Schwierigkeit mittel
Länge 17,8 km
Aufstieg 757 m
Abstieg 757 m
Dauer 5h 57´
Niedrigster Punkt 819 m
Höchster Punkt 1291 m
Download:

Die Tour wird präsentiert von: Pfronten Tourismus, Author: Johannes Babel

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