Aussichtsplattform in der Burgruine Falkenstein 08_Falkenstein_Panorama_Pfronten_Allgaeu_6724.jpg
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Königstraum

Bergtour

Diese traumhafte Wanderung bietet Orte voller Kraft und einmalige Ausblicke. Die Ganztagestourführt mit mehreren Auf- und Abstiegen vom Falkenstein über den Rücken des »Wächterdrachen« bis zum Vierseenblick am Salober und über Vils zurück nach Pfronten.

Beste Jahreszeit
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Kondition
4 von 6
Schwierigkeit
2 von 6
Technik
3 von 6
Erlebnis
6 von 6
Landschaft
6 von 6
aussichtsreich geologische Highlights Gipfel-Tour Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch
Startpunkt der Tour:

Haus des Gastes, Vilstalstr. 2, 87459 Pfronten-Ried

Zielpunkt der Tour:

Haus des Gastes, Vilstalstr. 2, 87459 Pfronten-Ried

Seit Jahrhunderten liege ich hier oben. Ich bin nur ein schlichtes, graues Stück Fels und doch bin ich so viel mehr. Geboren wurde ich im Schoß der Berge, die Menschen bargen und formten mich und machten mich zum Teil einer Burg, einem Stein in der Krone des schlafenden Drachen. So wurde ich vor mehr als 700 Jahren zu einer Drohgebärde Tirols. Ich fühlte mich stark und mächtig, nichts konnte mich erschüttern, kein noch so starker Feind erobern, von den Menschen im Tal wurde ich ehrfürchtig bewundert. Die Burg war jedoch nichts weiter als eine Angeberei eines Grafen, ein Bauwerk an unwirtlicher Stelle ohne strategischen Nutzen, das schließlich von den eigenen Leuten verlassen und zerstört wurde. Doch auch wenn die Mauern zerfielen, ich und meinesgleichen verloren nichts von unserer Stärke.

Eines Tages kam ein König, der die Kraftspüren konnte. Er war ein Träumer, erbaute seine Schlösser nicht als Zeichen der Macht sondern als Fluchtorte vor der Realität. Seine märchenhaften Schlösser, die ihr wohl kennt, machten seinen Namen unsterblich – Ludwig II. Und eben dieser König erkannte in der Ruine, in der ich ruhe, die Umrisse eines neuen Schlosses, mächtiger und prächtiger als alles, was er zuvor gebaut hatte.

Nun wundert ihr euch vielleicht, warum ich immer noch hier bin, und nicht dieser Traum von einem Schloss an meiner statt hier steht? Nun, das Schicksal wollte es, dass der König starb, bevor es soweit kommen konnte. Sein Traum ist gescheitert und doch ist er ein Teil von mir geworden. Denn auch das Scheitern ist Teil des Lebens, des großen Ganzen. Nichts ist vollkommen und doch gut wie es ist.

Wenn ihr hier steht, spürt ihr nicht die Last des Versagens, ihr atmet Zuversicht und erkennt die Möglichkeiten. Begegnet dem Leben und der Natur mit Respekt und Demut und entdeckt die Vollkommenheit in den kleinsten Dingen.

Weitere Informationen zur Tour und dem geschichtlichen Hintergrund sind auf www.pfronten.de zu finden.

Tipp des Autors Unbedingt die Aussichtsplattform innerhalb der Burgruine Falkenstein besuchen. Die Ruine ist die höchstgelegene Burganlage Deutschlands. Graf Meinhard II. von Tirol ließ sie um 1270/80 als reine Drohgebärde gegenüber den bayerischen Herzögen erbauen. 1646 wurde die Burg aus Angst vor den Schweden von den Tirolern niedergebrannt. 1883 schließlich erwarb König Ludwig II. von Bayern die Ruine, um an ihrer Stelle seine Vision von einer Raubritterburg zu errichten. Ein kleines Burgenmuseum unterhalb der Ruine bietet neben Modellen und Exponaten zur wechselvollen Geschichte der Burg auch einen unvergleichlichen Ausblick.

Vom Haus des Gastes geht es zunächst über den Ortsteil Meilingen Richtung Falkenstein. Der Weg führt über Weideflächen, dann durch den Bergwald immer weiter ansteigend bis zur Schlossanger Alp. Weiter bergauf geht es an der Mariengrotte und dem Burghotel Falkensteinvorbei – hier lohnt sich eine Einkehr und auch der Besuch des Burgenmuseums – hinauf zur Ruine der Burg Falkenstein. Die im Sommer freizugängliche Aussichtsplattform bietet ein traumhaftes Panorama: Vom weiten Voralpenland über die Ammergauer Berge und das Karwendel mit der Zugspitze, die Lechtaler und Tannheimer Gipfel bis zum Allgäuer Hauptkamm. Im Süden erhebt sich das Hochplateau des Breitenbergs vor den schroffen Gipfeln des Aggensteins –Ziel der Route »Sagengipfel«. Der Weg folgt nun dem »Drachenrücken«, führt über den Kamm des langgezogenen Berges und findet seinen Höhepunkt im Vierseenblick, das Schloss Neuschwanst ein zu Füßen. Beim Abstieg lädt die Salober Alm zur Einkehr ein, danach führt der Weg an der Ruine Vilsegg vorbei in die Stadtgemeinde Vils. Von hier nimmt man den ebenen Weg an der Vils entlang oder fährt mit der Außerfernbahn zurück nach Pfronten.

 

Weitereführende Informationen sind auf der Ortshomepage von Pfronten zu finden: www.pfronten.de/aktiv/wandern-berg-tal

Anfahrt über die B309

Parkplatz beim Bahnhof Pfronten-Ried

Bahnlinie: Außerfernbahn Bahnhof Pfronten-Ried, Bahnhof Vils
Bus ÖPNV Haltestelle Pfr-Ried



Weitere Tourendetails
Schwierigkeit mittel
Länge 17,9 km
Aufstieg 757 m
Abstieg 757 m
Dauer 7h 9´
Niedrigster Punkt 819 m
Höchster Punkt 1291 m
Download:

Die Tour wird präsentiert von: Pfronten Tourismus, Author: Johannes Babel

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