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Hammerschmiede

Museum | Historische Stätten

Die Schmiedegeschichte in Pfronten reicht weit zurück, nachweisbar bis ins 16. Jh. Die Hammerschmiede im Kurpark wurde aber erst 1928 errichtet.

Hammerschiede
Zur Geschichte der Hammerschmiede

Die Schmiedegeschichte in Pfronten reicht weit zurück, nachweisbar bis ins 16. Jh. Die Hammerschmiede im Kurpark wurde aber erst 1928 errichtet, nachdem das alte Gebäude einem Hochwasser zum Opfer gefallen war. Sie war bis 1958 in Betrieb. Eine Renovierung erfolgte im Jahr 1985.

Die Hammerschmiede in der Ob ist 400 Jahre alt, vielleicht auch älter. Sie war von Anfang bis 1850 im Besitz der Schmiedsfamilie Mayr, aus der die meisten Altpfrontener Mayr stammen.

In Heitlern Nr. 412 „Christiansee“ war die Heimat der Mayr samt einer Hufschmiede. Sie haben - wohl im 16. Jahrhundert - zusätzlich die Wasserschmiede in der Ob als Waffen- und Geräteschmiede erbaut.

Die älteste erhalten Urkunde datiert von 1588, als Antony Mayr und seine Frau eine Hypothek von 80 Gulden eintragen ließen auf „ihre Hammerschmiede in der Ob samt dem Wasserhammer, Amboss, Blasbalg und anderem Werkzeug und einem anstoßenden Acker“.

Im Jahr 1612 hatte Antony Mayr Streit, als er das Gemeinderecht für sein neu erbautes Haus bei dieser Schmiede forderte, in dem zumeist ein weiterer Schmiedemeister untergebracht war. Er erreichte nichts und durfte auch kein bestehendes Recht verlegen.

Das gelang erst dem Urenkel Christian Mayr, der nach 1750 den Nachbarhof in Heitlern zwischen seiner Hufschmiede (Nr. 412) und der Landstraße erwerben konnte. Er hat diesen abgerissen und fortan als Point genutzt, das Recht von diesem Hof aber auf die Hammerschmiede verlegt.

Christians Sohn, Josef Mayr war der letzte Schmied, der beide Schmiedewerkstätten in einer Hand vereinte. Nach seinem frühen Tod 1795 wurden beide Objekte getrennt. Der älteste Sohn, Johann Jakob, übernahm im Alter von 18 Jahren Anwesen und Schmiede in der Ob Nr. 434; dessen Sohn war der letzte Hammerschmied Mayr.

Die Hammerschmiede kam dann vorübergehend an Steiner, danach an Johann Baptist Hartmann, Hammerschmiedemeister von Schöllang und schließlich ca. 1881/ 82 an Martin Aletsee, Hammerschmiedemeister aus Trauchgau.
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