DRUCKVERSION
pfronten.de

Urlaub suchen & buchen



Leistungsträger Information

Heimathaus Pfronten
Museen
Kirchsteige 1
87459 Pfronten - Berg
Tel. ( 08363 ) 7104
Fax: ( 08363 ) 698-55
Mobil
Leben und Arbeiten im Pfrontener Tal in früherer Zeit.

Öffnungszeiten

vom 01.01 bis 30.12:
Montag
14:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag
16:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag nur im Sommer geöffnet!
(ausgenommen Feiertage)
Eintritt frei.

An folgenden Tagen hat das Heimathaus ebenfalls geschlossen:


Geschichte des Heimathauses

Im Jahre 1473 stiftete die Pfarrgemeinde Pfronten eine Unterkunft zur Versorgung von "täglichen Pilgern und arm Christenmenschen", die durch den Ort reisten.

Dieses Haus, "Elendenherberge" oder "Seelhaus" genannt, lag im hochwassergefährdeten Gebiet auf dem linken Vilsufer im Rieder Weidach. Vermutlich noch im 16. Jahrhundert wurde es deshalb auf die andere Seite des Flusses in die Nähe des Gasthofs Adler verlegt.

Nachdem weitere großherzige Spenden offenbar ausblieben, verlor das Pfrontener "Spital" an Bedeutung. Den Unterhalt der Sozialstation bezahlte zwar die Pfarrgemeinde, doch der "Spitaler" konnte sich nur mühsam über Wasser halten. Er war daher auch Totengräber, Wegmacher, Gemeindediener und zuletzt auch Ortsgendarm.

Seit der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde das Haus hauptsächlich als Unterkunft für sozial Schwache benutzt: Die Tage des völlig heruntergekommenen "Armenhauses" schienen gezählt.

1990 entschloss sich dann die Gemeinde Pfronten zur Erhaltung des historisch wertvollen Ständerbohlenbaues und verlegte das Haus auf den ehemaligen Bierkeller des Gasthofes "Zum goldenen Kreuz". Beim Wiederaufbau wurden auch Teile von anderen Gebäuden verwendet, z.B. die Türen mit wertvollen Beschlägen aus dem alten Pfrontener Pfarrhof.

Mit der Verlegung der Gemeindebücherei in das heutige "Heimathaus" und der heimatkundlichen Ausstellung hat das Gebäude wieder die Bedeutung erhalten, die dem geschichtsträchtigen Bauwerk zukommt.
Geschichte des Pfrontener Heimathauses im Überblick
1473 Stiftung einer Herberge für durchziehende Fremde durch die Bewohner von Pfronten-Ried.
Das Haus, Elendenherberge oder Seelhaus genannt, stand in hochwassergefährdetem Gebiet auf der linken Vils-Seite.
16. Jh. Verlegung des Hauses auf das andere Vilsufer in die Nähe des Gasthofs Adler und der St. Leonhards-Kapelle.
Die Stiftung wird durch einen sog. Spitalpfleger verwaltet, der zeitweise hier auch wohnt.
17./18. Jh. Die Stiftungsgelder bleiben so gering, dass sich das Spital nicht selbst tragen kann. Notwendige Reparaturen bezahlt die Pfarrgemeinde Pfronten. 1703 wird eine neue Haustüre eingesetzt (Jahreszahl im Türstock).
Der Spitaler ist bisweilen auch Wegmacher, Totengräber, Gemeindediener oder Ortsgendarm.
19. Jh. Das Haus, nun im Besitz der politischen Gemeinde, wird von ihr als Armenhaus genutzt und verkommt zusehends.
1945 Im Armenhaus werden Flüchtlinge und sozial Schwache untergebracht.
ab 1977 Das unansehnliche Gebäude soll abgerissen werden. Denkmalschützer fordern den Erhalt des historischen Ständerbaues.
1990 Die Gemeinde Pfronten lässt wesentliche Teile des Hauses (Ost- und Südfront) abtragen und auf dem Gewölbe des ehemaligen Bierkellers der Kreuz-Wirtschaft wieder aufrichten. Verlegung der gemeindlichen Bücherei in das ehemalige "Armenhaus".
Seite merken
Wandern im Allgäu-Sommer