HeuVital - ein Geschenk der Berge
Seit Jahrhunderten nutzen Bergbauern die Heilkräfte des Heus, dass ausschließlich von über 900 m gelegenen Bergwiesen stammt, die weder beweidet noch gedüngt werden. Nicht umsonst schliefen Holzknechte nach harten Arbeitstagen im Bergwiesenheu, um am nächsten Morgen vollkommen erfrischt wieder aufzuwachen. Bergbäuerinnen bereiteten seit jeher gegen Gicht, Hexenschuss und Rheuma feuchtwarme Heupackungen. Die schier unerschöpfliche Heilkraft der über 70 verschiedenen Kräuter, Gräser und Heilpflanzen entfaltet sich auf unterschiedlichste Weise. Zum Beispiel: Arnika, Blutwurz, Sauerampfer, Schafgarbe, Pimpinell und Silberdistel, um nur die bekanntesten zu nennen.
Heilend und entspannend
Eingenäht in Naturleinen und in feucht-warmen Zustand wird daraus der Heuwickel, Bestandteil der klassischen Heukur. Im wohlriechenden Wickel öffnen sich die Poren der Haut, um die wertvollen ätherischen Öle und Aromen aufzunehmen. Das wirkt entspannend bei Schlafstörungen, hilft bei Verspannungen, Bronchial- und Atemwegserkrankungen und bei Gelenkbeschwerden, fördert die Durchblutung und lindert Hauterkrankungen. Ein besonderes Erlebnis ist auch die Heustempel-Massage.Wie die traditionellen Stempelmassagen im alten China hat sie einen fast rituellen Charakter und legt besonderen Wert auf die Pflege der Haut, als dem größten Organ des Menschen. Die Heustempel sind mit fein geschnittenem Bergwiesenheu gefüllt und werden vor der Massage wohlig angewärmt. Der Körper wird zusätzlich mit hochwertigem Heuöl eingerieben. Übrigens: eine Heuanwendung eignet sich auch für Heuschnupfengeplagte, denn das Bergwiesenheu enthält keine Pollen! Und jenseits aller körperlichen Beschwerden tut die Ruhezeit in wohliger Wärme der Seele einfach gut.
Gesunder Rundumgenuss
Das Pfrontener Bergwiesenheu kann man auch schmecken. Die vielen würzigen Aromen krönen den Geschmack vieler Speisen, die in Pfronten natürlich aus regionalen Lebensmitteln zubereitet werden. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einer Pfrontener Wiesheusuppe oder einem unter der Heuhaube gegarten Schweinefilet? Und zur Nachspeise dann frische Erdbeeren, überbacken mit Heulikörsahne oder einen Heuschnaps?
Auf dem Bergwiesenpfad kann man dem Geheimnis des Heus besonders gut auf die Spur kommen. Es geht vorbei an Breitwegerich, Sauerampfer, Johanniskraut und vielen anderen Heilkräutern. Im „Pfrontener Wiesheustadel“ ist ein kleines Museum eingerichtet. Die wohltuende Wirkung des Heus kann man auch mit nach Hause nehmen: als Hautpflegeprodukt oder Creme, als Shampoo oder Heuöl. Selbstverständlich wird aus dem Heu auch eine hochprozentige Spezialität für die Kehle gemacht – der original Pfrontener Heuschnaps.
















